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Maria Schöne gewinnt 12. Radebeuler Open!!

vom 02. bis 05. Februar 2006 in Radebeul

Maria Schöne beim 12. Radebeuler OpenFrage: Hat es je ein mit Titelträgern bestücktes Open gegeben, dass eine Frau in Deutschland gewonnen hat? Man sollte meinen: Ja. Aber fällt Ihnen ein Beispiel ein? Maria Schöne, 18, aus Großröhrsdorf, ist das gerade gelungen! Sie siegte in Radebeul gegen GM Zigurds Lanka, gegen IM Grigorij Bogdanovich und gegen FM Cliff Wichmann.

Die Endtabelle wies nach sieben Runden aus:

1. Maria Schöne, 2118, 6 Punkte
2. GM Zigurds Lanka, 2477, 5,5 Punkte
3. IM Zbigniew Ksieski, 2355, 5,5 Punkte

Und hier ist ihr eigener Bericht, der erkennen lässt, dass sie sich nicht nur unbändig drüber freut, sondern ihren eigenen Erfolg noch immer nicht fassen kann. Bravo, Maria!

"Vom 02. bis 05.02.2006 fand das internationale Radebeuler Open statt, bei dem sieben Runden zu absolvieren waren. 46 Schachfreunde fanden den Weg in die gleich an Dresden grenzende Stadt Radebeul – darunter 2 FMs, 2 IMs und ein GM.

Als ich nach den ersten beiden Runden noch eine weiße Weste hatte, traf ich in der 3. Runde am Spitzenbrett auf meinen früheren Trainer GM Zigurds Lanka. Nachdem er im Mittelspiel den Gewinn ausließ, konnte ich ihn im Endspiel niederringen und die Sensation war perfekt: mein erster Sieg überhaupt gegen einen GM! Zwar verlor ich dann am Nachmittag die 4. Runde, konnte die 5. aber wieder gewinnen. ....

In der vorletzten Runde nahmen die seltsamen Vorkommnisse erneut ihren Lauf: mein Gegner IM Bogdanovich fand nicht richtig ins Spiel, wollte unbedingt gewinnen und musste schließlich eine Niederlage einstecken. Damit lag ich vor der 7. Runde punktgleich hinter Lanka (mit einem halben Punkt Vorsprung auf die Verfolger) auf Rang 2.

Die Auslosung bescherte mir in der alles entscheidenden Partie gegen FM Cliff Wichmann die schwarzen Steine. Als sich IM Ksieski und Lanka neben mir bereits nach einer halben Stunde Remis trennten, verschwendete ich immer noch keinen Gedanken daran, das Turnier gewinnen zu können. Statt dessen stellte ich Schätzungen an, wie lange ich mich wohl noch halten könne, denn aus der Eröffnung kam ich mit großem Nachteil heraus. Dann jedoch opferte ich wieder einmal munter drauf los, kam in Zeitnot und konnte aber schließlich nach dem überstandenen 40. Zug meine Kompensation zum Sieg verwerten – das Unfassbare, der Turniersieg, war vollbracht!"

Quelle: www.schachbund.de

 
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